cégiu's Restless Roots

«Restless Roots» ist das zweite Studioalbum der in Luzern lebenden Zuger Musikerin Cégiu, deren Wurzeln sowohl in Italien als auch in der Westschweiz liegen. Die sieben Stücke darauf widmet Cégiu «den Menschen, die mit meiner Herkunft und meiner rastlosen Seite etwas zu tun haben», wie es die Musikerin selber formuliert. Die elektronischen Beats dazu sind auf Reisen entstanden, und so wird «Restless Roots» zu einem fein gesponnenen Werk von gesammelten Erinnerungen, Erlebtem, inneren Bildern und Gedanken. Und bildet dadurch eine lückenlose Weiterführung des Debüts «Skinny Souls».»

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Reviews

«Die Musik von Cégiu hat eine spezifische Aura. Die Melodien sind getragen von einer klassischen Ernsthaftigkeit, gleichzeitig zieht eine romantisch-avantgardistische Spur durch die Tracks oder kontrastieren harsche Elektro-Beats und Samples die träumerischen Atmosphären. […] Cégiu ist eine musizierende Poetin, die das Reduzierte und Emotionale sucht und nicht das Gekünstelte.» Pirmin Bossart, Luzerner Zeitung, 05.2019

«Cégiu pense a voix come un instrument (à cordes vocales bien entendu), sans archet mais avec tant de couleurs qu’on croirait un orchestre caché dans sa glotte. […] Elle ensorcelle aussi dans Please. Elle marie son chant multiplié par des boucles sonores à la virtuosité de son violoncelle, puis relève le tout de beats électroniques. […] Les sept titres du deuxième album de la Zougoise, baptisé Restless Roots, expérimentent sans intellectualiser, montrent son talent sans agacer. Fascinant.» TB, La Liberté, 04.2019

«[…] Für ihr zweites Album hat die Innerschweizerin die Geräusche ihrer Kofferräder aufgenommen und daraus Beats gemacht. Liest sich abstrakt, klingt im Verbund mit den vielfältigen Klängen des Cellos und der wandelbaren Stimme aber einnehmend. Los gehts mit Drones und lautmalerischem Gesang zwischen Fee und Furie. […] die Atmosphäre ausserweltlich wie bei This Mortal Coil und zum Seufzen schön traurig. […] So klingt ein forderndes, aber lohnendes Album stimmig aus.» ash, Loop Magazin, 04.2019

«Cégiu geht durch die Welt in stetem Austausch. Die Zuger Soundschöpferin erfasst Stimmungen, verarbeitet Begegnungen, koloriert Erinnerungen zu märchenhaft bunten Hörfilmen. […]» Frank von Niederhäusern, Kulturtipp, 04.2019

cégiu's skinny souls

Sanft aufgekratzt hebt das Album an, ein psychedelischer Folk-Groove, der sich schon im nächsten Track in glimmende Mysterienmusik verwandelt. Klassische Streicher-Tradition vermischt sich mit zeitgenössischer Elektronik-Textur. Texte fallen ein, Silbenregen, betörende Stimmen. Die Runen der Holzböden verschmelzen mit den Fasern der Klänge. Unter der monochromen Aura der Songs oszilliert eine Klangwelt, die rätselhaft vieldeutig bleibt.

Mit ruhigem Gestus taucht Cegiu in die emotionalen Ströme und behält einen klaren Kopf. Sie weckt das Schöne und Erhabene und schärft es mit dem Imperativ der Reduktion. Gleichzeitig ist sie so verspielt wie verquer und bleibt eigenwillig zeitgenössisch. Klassik, Jazz und Pop sind das Ambient-Substrat, in das der Wortgesang und die Silben-Geometrien gewoben werden. Starke Rhythmik. Ungestüme Akzente.

Das Zupfen der Saiten, der schräge Tonfall des Hymnischen und das Geraschel der Noises lassen die Musik atmen. Elfenhaft schwebt und artikuliert die Stimme. Ein fantastisches Puzzle aus Wort und Klang berauscht die Sinne. New weird chamber pop. Die Seelen sind durchgezogen. Der Holzboden ist leicht abgewetzt. Wir können jetzt die Zukunft spüren.

Cégiu – Cello, Voice und Electronics
Andi Mötz – Percussion, Drums und Electronics
Marcel Zaes – Electronics
Anja Fonseka – Visuals und Needlework

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